Die Jahresfeste wurden seit Urzeiten in Verbindung mit den Rhythmen der Natur gefeiert und im Einklang mit den kosmischen und geistigen Geschehnissen. Es geht dabei auch um Wandlungsprozesse im Bewusstsein des Einzelnen sowie in der Gemeinschaft. Weihenachten wird zu einem als ein Festtag begangen, als auch in mehreren Weihenächten. Ausgangspunkt ist die Wintersonn- wende am 21. Dezember. Früher war es am 6. Januar an Epiphanias, dem Tag der Christustaufe.
Die Wintersonnenwende befindet sich im Jahreslauf in der Zeit der grössten Dunkelheit. Die Geburt der Sonne. Eine Zeit des Wandels. Der Kampf zwischen Dunkelheit und Licht. Der 21. Dezember ist vor der heiligen Nacht. Bis dahin geht die Kraft abwärts, ab dem 21. wieder aufwärts.
Die zwölf Heiligen Nächte, oft auch Rauhnächte genannt sind zwischen Weihnachten und Epiphanias. Diese Nächte enthalten die heiligsten Geheimnisse des Kosmos. Es ist eine Zeit erhöhter geistiger Aktivität und Wirkungskraft von geistigen Wesenheiten. Die Nächte sind sehr wertvoll für tiefere Besinnung. Es ist die Zeit, in der wir in Kontakt kommen können mit der unendlichen Weite und der Geburt des Lichts im Herzen.
Während der zwölf Heiligen Nächte ist es gut, nicht der üblichen Arbeit nachzugehen und alle überflüssigen Tätigkeit wegzulassen.
Weihenachten kann auch als die Verdichtung der drei Geburten des Menschen beschrieben werden.
Die erste Geburt ist die körperliche Geburt auf Erden, als wir das Licht dieser Welt erblickten. Selbst diese Geburt ist ein Prozess, der sich zunächst in der Befruchtung manifestiert, und mit dem Ausgang aus dem Mutterleib seinen Höhepunkt und seine Erfüllung findet. Ein grosses durchdringendes Ereignis unerhörter existenzieller Kraft. Viele Sphären werden dabei durchlebt.
Die zweite Geburt ist ein jahrelanges Geschehen, in dem sich beim Menschen das Ich-Wesen allmählich mit dem Körper verbindet. Wir können es im weitesten Sinne einen Erziehungsprozess nennen an dem die Eltern, die soziale Welt und das Leben auf der Erde mitbeteiligt sind. Wir entfalten dabei unsere Persönlichkeit, entwickeln Fähigkeiten und kommen zur Selbst-Bewusstseins-Seelen. In der Erfüllung dieser Geburt übernehmen wir Verantwortung für unser Leben und auch für alles, was uns geschehen ist. Wir stehen fest auf der Erde und kommen in Einklang mit dem, was ist.
Die dritte Geburt beginnt, wenn "die Erziehung" im weitesten Sinne endet. Das Ich-Wesen sich innig mit dem Körper verbunden hat und der Mensch beginnt, sich selbst weiter auszubilden. In der Aufmerksamkeit machen wir Platz für das Grössere. Wir machen uns bereit für das "ÜBER-UNS-HINAUS-WEISENDE" und finden zum Ursprung zurück.
Die drei Geburten greifen ineinander über und sind Ausdruck der Menschwerdung.
Die Kindeskraft (empfangende Aufmerksamkeit) in sich gebären.
Der Zusammenklang von Himmel und Erde
Die Aufhebung der Geteiltheit von Menschen- und Götterwelt.
der inneren Sammlung
dem Zusammensein mit den Menschen, die du liebst
sich mit der Welt des Göttlichen zu verbinden
der Neugeburt und Kindheit des kommenden Jahres nachzugehen
An jedem Adventwochenende lässt du ein Quartal des vergangenen Jahres revue passieren und notierst dir ein paar Stichworte dazu.
Welche Ereignisse und Beziehungen haben dich im vergangenen Jahr geprägt?
Welche Ereignisse und Beziehungen hast du geprägt?
Welche Wünsche hast du, stelle dir genau vor, wie es dir wünschst ohne Stolpersteine, ohne wenn und aber.
Richte in der Zeit der Heiligen Nächte die Aufmerksamkeit auf das Einschlafen und Erwachende.
Bereite dich für das Einschlafen vor: Du gehst nicht bloss in die Bewusstlosigkeit, sondern Du tauchst in die Welt mit der du verbunden bist und dem du angehörst ein.
Bei der Meditation nimmst du den Atem wahr und findest beim Ein- und Ausatmen den Eingang in die Stille.
Beim Einatmen öffnen wir die Atemwege, den Brustraum, das Solarplexus.
Beim Ausatmen stärken wir das Wurzelchakra, die Wirbelsäule hinauf bis zum Schädel.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember
Vom 31. Dezember auf den 1. Januar
Und vom 5. auf den 6. Januar.
Sich innerlich sammeln, bewusst atmen
Alle Formen, Gedanken, Gefühle dürfen kommen und wieder gehen.
Der Blick auf die Dunkelheit und das Licht
Sich innerlich sammeln, bewusst atmen
Alle Formen, Gedanken, Gefühle dürfen kommen und wieder gehen.
Der Blick auf das ,,Ich komme", die Geburt
Kurze Rekapitulation, wie du im vergangenen Jahr als Mensch durch Ereignisse und Beziehungen geprägt wurdest und geprägt hast
Loslassen, annehmen und abschieden
Ich lasse los Ich löse mich, ich sage ade, ich lasse los was ziehen will, ..........., darf ziehen. Ich sage "ja" zu dem was war, ......... Wut oder Schmerz werden ruhig und erlöst. Und was gut gewesen ist darf bleiben und ich danke.
Ich öffne mich Neuem, .................... Altes darf ziehen,................. Wo Schmerz und Traurigkeit sind, da schau ich hin und lass es fliessen. Und kein Hader soll mir Schwere machen. Zuversicht und Leichtigkeit sind mit mir.
Ich nehme mein Schicksal und mein Glück und halt es bei mir. Ich danke!
Welche Wünsche hast du fürs kommende Jahr?
Schicke Schwung in dein zukünftiges Leben hinein.
Lass den Schwung auch beim Erwachen der nächsten Tage aufscheinen.
Die Vorbereitung kann zwischen dem 2. und 5. Januar geschehen.
In Konzentriertheit und Gesammeltheit ein Gefäss oder einen Kelch der Empfangsbereitschaft ausbilden. Hände vor dem Becken als Gefäss falten.
Tief einatmen und alle Kräfte und Power in das Gefäss einatmen.
Andere Menschen, nahe und fern, in die Besinnung einbeziehen.
Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf das Absolute, das grössere Ganze.
In der Empfangsbereitschaft ein Gefäss oder einen Kelch bilden